Corona: Auswirkungen auf Autofahrer und die Autoindustrie

Die Corona-Pandemie hat die Welt fest im Griff. Einzelne Bürger, ganze Staaten und die Wirtschaft sind betroffen. Was bedeutet die Krise ganz konkret für Autofahrer? Welche Vorsichtsmaßnahmen kann jeder für sich treffen und welche Effekte hat die Pandemie auf die Autoindustrie?

Hintergrund: Übertragung von Corona

Das Virus SARS-CoV-2 wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist als Coronavirus, Neues Coronavirus oder COVID-19 bezeichnet. Der Umfang der möglichen Übertragungswege ist wissenschaftlich bisher noch nicht abschließend geklärt. Als gesichert gilt laut dem Robert Koch Institut, dass die Tröpfcheninfektion den Hautübertragungsweg darstellt. Dabei überbrückt das Virus in erregerhaltigen Sekrettröpfchen – zum Beispiel Speichel beim Husten – die Distanz von einer infizierten Person zu einer anderen Person.

Zu den potenziell möglichen Übertragungswegen zählt die Schmierinfektion, bei der das Virus durch Berührung einer anderen Person oder einer kontaminierten Oberfläche in den Körper gelangt. Eine aerogene Übertragung durch die Luft konnte bisher nicht nachgewiesen werden, lässt sich aber auch nicht prinzipiell ausschließen. Welche praktischen Konsequenzen und sinnvollen Präventionsmaßnahmen ergeben sich für Autofahrer?

5 praktische Tipps für Autofahrer in der Corona-Krise

1.) Nehmen Sie keine Personen in Ihrem Auto mit: Jeder Mensch, der nicht mit COVID-19 infiziert wurde und durch die Infektion Immunität entwickelt hat, ist ein potenzieller Überträger des Virus. Im engen und geschlossenen Raum einer Fahrzeugkabine sind ideale Ansteckungsbedingungen durch Tröpfcheninfektion gegeben. Fahren Sie deshalb möglichst alleine im Auto. Lassen Sie allenfalls Personen mitfahren, mit denen Sie ohnehin im engen täglichen Kontakt stehen, zum Beispiel Familienmitglieder.

2.) Desinfizieren Sie Oberflächen in Ihrem Fahrzeug: Wie Forscher der Londoner Queen Mary Universität schon 2011 herausfanden, sind auf dem Lenkrad eines Autos im Durchschnitt mehr Keime zu finden als auf einem Toilettensitz. Diese Tatsache macht die Dringlichkeit von Desinfektionsmaßnahmen im Auto während der Corona-Pandemie deutlich. Beschränken Sie sich nicht auf das Lenkrad. Desinfizieren Sie auch Armaturen, Schalter, Griffe und alle abwischbaren Oberflächen. Sie benötigen kein spezielles Anti-Corona-Mittel. Seifenlauge, Cockpit Sprays oder Haushaltsreiniger genügen.

3.) Führen Sie die Hände nicht zum Gesicht: Diese Maßnahme ist im Auto und auch grundsätzlich sinnvoll. Die Schleimhäute des Mundes und der Nase sind offene Einfallspforten für das Virus. Wenn Sie häufig Ihr Gesicht berühren, steigt das Risiko, dass SARS-CoV-2 über diese Schleimhäute in Ihren Körper gelangt.

4.) Betätigen Sie keine Klimaanlagen mit Umluft: Auch wenn es bisher keine bestätigten Fälle für den aerogenen Übertragungsweg durch die Luft gibt, ist präventive Vorsicht beim Gebrauch der Klimaanlage angebracht. Wenn nur frische Luft in das Auto gelangt besteht keine Gefahr. Vermeiden Sie die Umluftfunktion, bei der Luft aus der Fahrzeugkabine rezirkuliert wird.

5.) Waschen Sie Ihre Hände: Das Waschen der Hände ist in Zeiten viraler Infektionen immer ratsam. Bezogen auf das Auto ist es besonders wichtig, wenn es sich nicht um Ihr eigenes, sondern um ein Mietfahrzeug handelt. Carsharing sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden. Wenn es aber unumgänglich ist, gilt auf jeden Fall: Vor und nach der Fahrt die Hände unter laufendem Wasser mit Seife abspülen!

Corona und die Automobilindustrie

Wie verehrend die Auswirkungen des Virus auf die internationale Automobilindustrie genau sind, lässt sich mit Sicherheit erst im Rückblick beurteilen. Dass die Autokonzerne aber mit massiven Umsatzeinbußen für 2020 zu rechnen haben, ist so gut wie sicher. Vorübergehende Werkschließungen rund um den Globus sind wie in anderen Industriezweigen mittlerweile an der Tagesordnung.

Die ab April eintreffenden Quartalszahlen werden einen ersten konkreten Eindruck liefern. Besonders hart hatte es zunächst die Produktion in Italien getroffen. Das Land verzeichnet inzwischen weltweit die meisten Corona-Todesfälle. Mittlerweile sind Standorte in ganz Europa und den USA betroffen.

Werke in China nehmen Produktion wieder auf

Einen ersten Lichtblick für die Autobauer stellt mittlerweile China dar, wo praktisch alle namhaften Fahrzeughersteller mit einem oder mehreren Produktionsstätten vertreten sind. Stark vom chinesischen Produktionsstandort (und Absatzmarkt) abhängig sind zum Beispiel die folgenden Autokonzerne:

  • Volkswagen
  • Toyota
  • General Motors
  • BMW
  • Daimler
  • Fiat Chrysler

Die Stadt Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei gilt als Ursprungsort für den Coronavirus. Mittlerweile hat sich die Lage in China aber deutlich entspannt. Die Zahl der Neuinfektionen beträgt nur noch einen Bruchteil der Zahlen, die aus den USA und europäischen Ländern gemeldet werden. Erste Autowerke in China haben schon wieder ihren Betrieb aufgenommen, auch wenn Sicherheitsvorkehrungen nach wie vor in Kraft sind. Eine zweite Welle, durchaus typisch für Virusinfektionen, lässt sich aber beim Coronavirus weder für China noch für ein anderes Land ausschließen.

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