Biodiesel: Alternativer Kraftstoff

Fakten und Information rund um den alternativen Kraftstoff. Welche Fahrzeuge dürfen Biodiesel tanken und welche Vor- und Nachteile führt dies mit sich.

Biodiesel – Verwendung im Kfz-Bereich

Vor- und Nachteile

Die Biodiesel-Herstellung wurde im Jahr 1853 entdeckt. Historisch betrachtet, ist das Verfahren also sogar älter als die Produktion des fossilen Diesels. In Europa wird Biodiesel überwiegend aus Rapsöl gewonnen. In Amerika kommen für die Herstellung vor allem Mais-Ethanol und Sojabohnen zum Einsatz. Die Eigenschaften des Bio-Kraftstoffes sind denen des klassischen Diesels ähnlich. Biodiesel ist jedoch schneller und besser biologisch abbaubar. Ferner trägt es durch die besonders guten Schmiereigenschaften dazu bei, dass das Aggregat länger erhalten bleibt und weniger schnell verschleißt.

Verwendung in Reinform oder als Beimischung

Heute kann Biodiesel in Reinform mit dafür konzipierten Motoren oder in Kombination mit herkömmlichem Diesel-Kraftstoff verwendet werden. Die strenge europäische Biodiesel-Norm EN 14214 besagt, dass alternative Öle wie Sonnenblumen-, Palm- oder Sojaöl nicht für die Gewinnung von Biodiesel genutzt werden dürfen. Eine 10-prozentige Beimischung aus den verschiedenen Rohstoffen ist in Europa jedoch erlaubt. Die Beimischungspflicht von Biokraftstoff zu herkömmlichem Kraftstoff in Deutschland betrug bis Ende 2014 gemäß Biokraftstoffquotengesetz 4,4 Volumenprozent.

B7-Kraftstoff für Kraftfahrzeuge mit Dieselantrieb

Schon Anfang 2009 trat die „B7-Kraftstoff-Norm“ DIN 51628 in Kraft, wonach dem Dieselkraftstoff, der auch als Rapsmethylester (RME) bezeichnet wird, bis zu 7 Volumenprozent Biodiesel beigemischt werden können. Seit 2009 gilt der B7-Kraftstoff für Kraftfahrzeuge mit Dieselantrieb als Standard in Deutschland.

Vor- und Nachteile

Biodiesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und ist quasi endlos verfügbar. Der Kraftstoff hat im Vergleich zu herkömmlichem Diesel eine deutlich bessere CO2-Bilanz. Geht der alternative Kraftstoff beim Transport verloren, wird der Boden wesentlich weniger belastet. Zudem ist der biologische Kraftstoff günstiger als gewöhnlicher Dieselkraftstoff.

In Bezug auf den CO2-Ausstoß gibt es allerdings auch Nachteile. Zwar sind die gemessenen Abgaswerte geringer als bei mineralischem Diesel. Aber auch der Ausstoß beim Rohstoff-Anbau sowie verdrängte Waldflächen müssen mit eingerechnet werden. Sollte dieser Kraftstoff eines Tages zum Hauptkraftstoff erklärt werden, würde man weitere große Flächen für den Rapsanbau benötigen. Importe wären notwendig. Da die Pflanzen jedoch beinahe überall angebaut werden können, wäre diese Methode dennoch der Herstellung von mineralischem Diesel vorzuziehen.

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